Börse – August 2011

Börsenverlauf nach unten

Börse August 2011

Der August 2011 erforderte von Investoren und Anlegern an den internationalen Börsen Nerven aus Stahl und jede Menge Leidensfähigkeit. Der Dax startete in den August mit einer 11-tägigen Verlustserie, die bei einem Tief von 5487 Punkten ein vorübergehendes Ende fand, nachdem der Index noch Ende Juli deutlich über der 7000- Punktemarke notiert hatte.

Noch schlimmer erwischte es den EuroStoxx50, der über 30% verlor und Mitte August auf ein 2,5-Jahrestief fiel. Die Gründe für den Absturz an den Börsen sind teilweise chronischer Natur, wie die Schuldenkrise der Euro-Länder sowie der USA, teilweise aber auch durch neue Nachrichten und Gerüchte zu erklären. Der Anstieg der Renditen für Staatsanleihen Italiens und Spaniens, die Forderung Barrosos nach einer Ausweitung des Euro-Rettungsschirms, die darauf folgende Intervention der EZB an den Rentenmärkten sowie der historische Verlust des AAA-Ratings durch die USA und schwache Konjunkturaussichten bildeten ein tödliches Gemisch für Investoren.

Panische Verkäufe an den Aktienmärkten, wie zuletzt nach der Lehman-Pleite, waren die Folge. Als sicherer Hafen entpuppten sich wieder einmal Staatsanleihen, insbesondere die der USA und Deutschlands. Ihre Kurse stiegen und die Renditen sanken, auf 2,18% für eine 10-jährige deutsche Staatsanleihe und 2,2% für einen 10-jährigen US-Treasury-Bond. Ebenfalls gefragt waren Devisen, insbesondere der Schweizer Franken und der Japanische Yen. Für beide Länder bedeutet eine Aufwertung ihrer Währungen große Probleme im Außenhandel. Exportorientierte Unternehmen aus Japan und der Schweiz fordern daher zunehmend Interventionen der Zentralbanken. Bei den Edelmetallen erreichte die “Krisenwährung” Gold historische Höchststände. Es notiert nur noch knapp unter der Marke von 1800 USD je Feinunze und verzeichnet im laufenden Jahr bereits einen Zuwachs von knapp 26%. Silber dagegen verlor in den ersten August-Tagen an Wert, konnte aber in der Zwischenzeit seine Verluste teilweise kompensieren. Industriemetalle, welche sehr konjunktursensibel reagieren, wie etwa Kupfer, Zink oder Zinn kamen dagegen deutlich unter die Räder, wobei auch hier in den letzten Tagen wieder steigende Preise zu verzeichnen.
Foto: Börse Augsut 2011- Dan Race – Fotolia.com

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Comments

  1. beobachter says:

    genauso panisch wie aktien verkauft werden, werden derzeit immobilien in deutschland gekauft. unglaublich die “mondpreise” !

    • edelma says:

      Gold ist eigtl. momentan “zu teuer” und Immobilien werden als inflationsschutz gekauft, die Frage ob sich das bei den momentan Preisen rechnet.

  2. Datenrettung Berlin says:

    Die sogenannte Euro-Rettung ist ein völlig besonderes Schauspiel. Da werden Bundestagsabgeordnete von einem Regierungsmitglied angepöbelt (Pofalla versus Bosbach) und das auf einem Level, das jeder Erklärung spottet. Die sind doch fertig, weil sie überblicken, dass das in keiner Weise gut gehen wird. Ich sehe ganz schwere Zeiten auf Deutschland und Europa zukommen.

  3. Sebastian Kuhnat says:

    Ja es sind schwere Zeiten, aber dafür geht es uns in Deutschland vergleichsweise gut.

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