Auch das Börsenjahr 2011 war wieder von einem stetigen Auf und Ab der Devisenkurse, der Edelmetallkurse, aber auch heftigen Finanzmarktproblemen geprägt. Allerdings trotz zahlreicher Prognosen der Analysten und Börsengurus, dass zum Jahresende eine merkliche Abkühlung der Märkte stattfände, haben sich diese nicht bestätigt. Zwar blickt die Wirtschaft, der Bankensektor, aber auch die Politik dem Jahr 2012 erneut mit gemischten Gefühlen entgegen, aber der Arbeitsmarkt ist stabil, die Auftragsbücher der Wirtschaft noch voll und auch die Börsen haben sich in jüngster Zeit nochmal aufgerappelt.
Der Dollar, Gold und Silber
Dies dürfte der Zinsverbilligung des Dollars zu danken sein, die Banken erhalten mehr Liquidität und das Bankeninterne Vertrauen ist wieder gewachsen. Auch im Bereich der Edelmetalle hat der Höhenflug unvermindert seinen Fortgang genommen, waren Ende 2010 die Erwartungen dahingehend, dass bei Gold und Silber nun etwas die Luft raus sei, sind die Werte dennoch stetig gestiegen. Und ein baldiges Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Nun, die niedrigen Kapitalmarktzinsen, auch diese haben sich erneut verbilligt, lassen den Anlegern wohl auch keine allzu große Wahl. Denn Geldwertanlagen wie Festgeld und Tagesgeld liegen dem allgemeinen Zinstrend nach am Boden, eine Erholung ist nicht in Sicht.
Rendite
Unter Renditegesichtspunkten kann nicht einmal der Inflationsausgleich geschaffen werden. Allenfalls die „Häuslebauer“ und die Immobilienwirtschaft werden diese Entwicklung freudig begrüßen. Die EZB hat in diesem Jahr den Leitzins ebenfalls wieder zurückgenommen, Inflationsängste scheinen hierbei keine so große Rolle zu spielen als die Befürchtung einer erheblichen Abkühlung der Konjunktur. Die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren und eine brummende Wirtschaft haben selbstverständlich maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kaufkraft stabil geblieben ist und die Steuereinnahmen nur so sprudeln.
Neuverschuldung
Die für 2012 geplante Neuverschuldung ist zwar ein klein wenig höher ausgefallen als dies die Opposition gut geheißen hat, allerdings geringer als zu Beginn des Jahres befürchtet! Somit könnte man ja in bester Stimmung und dem Hochgefühl, dass sich wirtschaftlich und aus Börsensicht ein gutes Jahr seinem Ende zuneigt am Jahresende die Sektkorken knallen lassen! Wäre da nicht die nach wie vor ungelöste Frage der Griechenland, Krise, die Finanzschwäche Italiens, Portugals und Spaniens und den damit immerhin verbundenen Ängsten eines Zusammenbruchs der Währungsunion und somit dem Kollaps für den Euro. Zwar wird ein mit enormen Finanzmitteln ausgestatteter Rettungsschirm und die Möglichkeit diesen sogar durch Hebelung noch auszuweiten, hoffentlich das schlimmste verhindert werden, dennoch, viele Ängste sind geblieben.
Fazit 2011
Eines hat das Jahr 2011 jedoch überaus beeindruckend gezeigt. Die Bevölkerung, die trotz lauter Rufe vom baldigen Zusammenbruch des Währungssystems, Warnungen vor Konjunkturabschwächung, Inflation und wieder drohender Arbeitslosigkeit, hat all diesen Negativmeldungen und Untergansszenarien getrotzt und durch ein positives und durch nichts zu erschütterndes Konsumverhalten der Wirtschaft und somit auch der Börse sowie dem Arbeitsmarkt den Rücken ganz erheblich den Rücken gestärkt. Hier kann man nur noch sagen, weiter so Deutschland, diese positive Grundhaltung war jetzt nämlich dringend notwendig und hat gezeigt, dass die Menschen in unserem Land nach jahrelangem Pessimismus , Zaudern und Zögern, die Zeichen der Zeit erkannt haben und verstehen, gerade wenn es darauf ankommt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Mehr zum Börsengeschehen 2011 lesen: Börsenartikel 2011
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Das Jahr 2011 ist doch noch glimpflich abgelaufen, es hätte schlimmer kommen können, das jahr 2012 wird aber ebenso große Herausforderungen parat haben.