EU-Gipfel beeinflusst Bewegungen an der Frankfurter Börse

Rettungsschirm EFSF EURO ESMDer Dax zeigte sich nach einer schwierigen Börsenwoche am Freitag durch eine Steigerung um 3,5 % erst einmal erholt. Durch die schließlich positiven Erwartungen des EU-Gipfels können Anleger also erst einmal aufatmen.

EU-Gipfel bestimmt das Börsenklima

Kurz vor Wochenfrist erlebte der deutsche Leitindex am Freitag noch einmal einen Höhenflug. Um 3,5%, was 202 Punkten entspricht, überstieg er den Wert des Vortages und erreichte mit 5970 Punkten fast die 6000er-Marke. Dies war für Anleger ein äußerst positives Zeichen nach den Schwankungen und Unsicherheiten der vergangenen Woche. Von hoher Bedeutung für das Klima an der Frankfurter Börse ist aktuell der EU-Gipfel zum Ausbau des Euro-Rettungsschirmes. Nach der Zusage weiterer Hilfen für Griechenland waren die Sorgen bei allen Finanzmarktakteuren groß, dass Europa langfristig keinen Weg finden würde, um seinen besonders schuldenbelasteten Mitgliedstaaten wirkungsvoll zur Seite stehen zu können. Ein Schuldenschnitt für Griechenland scheint unvermeidbar. Banken, welche griechische Staatsanleihen halten, müssen daher mit ordentlichen Verlusten und Liquiditätsengpässen rechnen. Eine Ausweitung des Rettungsschirms müsste also erneut die Banken selbst im Fokus haben.

Deutschland und Frankreich zeigen sich weitgehend einig über Ausweitung des Rettungsschirmes

Wichtig ist in dieser Situation ein gemeinsames Vorgehen der beiden bedeutendsten Staaten, Deutschland und Frankreich. Dafür gab es zuletzt nun positive Anzeichen. Ein Schuldenschnitt und eine Beteiligung der Großbanken an der Griechenlandkrise wird von beiden Staaten für unvermeidlich erklärt, ebenso aber auch das Versprechen zur Stützung durch den Staat. Die Regierungschefs Merkel und Sarkozy sind sich darüber aber noch nicht einig. So wird von deutscher Seite ein Eingreifen der Zentralbank abgelehnt, während Paris die EZB zum Hauptfinanzierer des EFSF machen will.

Die grundsätzlich einheitliche Haltung der beiden “Großen” Europas lässt die Börsenspekulanten aber wieder optimistischer in die Zukunft blicken, auch wenn die endgültigen Entscheidungen erst bei einem Treffen am Mittwoch getroffen werden. Die Ratingagentur Fitch hat zudem angekündigt, die Bonität Frankreichs nicht herabstufen zu wollen, obwohl viele französische Banken griechische Staatspapiere halten. Bei guten Verhandlungslösungen der EU sollten zudem auch Italien und Spanien für einer erneuten Herabstufung geschützt sein.

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Comments

  1. Sebastian Kuhnat says:

    Mehr Politische Europäische Geschlossenheit würde dem Euro gut tun.

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